Naginata und die goldene Stadt - Teil 3

Geschrieben von Andreas Nicol am 30.10.2009 um 21:08
Berichte

Von der deutschen Delegation traten zehn Leute zu Prüfungen an und konnten zahlreiche Prüfungserfolge vermelden: Von den Prüflingen haben sechs den 5. Kyû, einer den 4. Kyû, einer den 2. Kyû, einer den 2. Dan und einer den dritten Dan bestanden (welches nun die höchste in Deutschland vertretene Graduierung eine Stufe weiter nach oben schraubt). Herzlichen Glückwunsch!
Einziger Wehrmutstropfen des Seminars war das Thema Unterkunft. Das ehemalige Studentenwohnheim, das seine beste Zeit schon zwei- bis dreimal hinter sich gehabt haben muss, gleich neben dem verfallenen Sportstadium von Vorgestern, glich einer in Platte geformten Parabel auf Wohl und insbesondere Wehe des Kommunismus. Doch auch das Innere war kuschelig. Der raffinierte Mix aus langem Kachelkorridor und sich wiederholenden Einbauschranktüren strahlte die warme Behaglichkeit einer staatlichen Einrichtung vom Schlage eines Alcatraz aus.
Das Frühstück begeisterte schon beim Ansehen und entfesselte – angesichts der kommenden Europäischen Meisterschaft, die wir in Deutschland ausrichten werden – spontane Freudebekundungen unter unseren Nachbarn, wie „Macht das bitte besser!“. Wir versprachen, uns alle Mühe zu geben, dieses Niveau mindestens zu halten.
Bedauerlicherweise bestand für uns dieses Jahr keine Gelegenheit zu einem ausgedehnten Aufenthalt über das Seminar hinaus wie beim letzten Mal. So nutzten wir die verfügbare Zeit um das Seminar herum, um die phantastische Prager Altstadt sowie die Burg zu erkunden und alle Sorten Knödel zu essen. Das sommerliche Wetter trug seinen Teil dazu bei, uns eine wunderbare Zeit in der goldenen Stadt zu bescheren. Lang hielt die Freude auch in der Heimat noch an, denn zahlreich waren die Geschenke und Mitbringsel aus allerlei Ländern.

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Text: Andreas Nicol
Bilder: Ines Klose und Andreas Nicol

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