Naginata und die goldene Stadt - Teil 1

Geschrieben von Andreas Nicol am 30.10.2009 um 21:06
Berichte

Nach einem Abstecher nach Neuseeland fand dieses Jahr wieder ein INF-Seminar – die größte Naginataveranstaltung 2009 außerhalb Japans - in Europa statt. Allerdings war dies auch das letzte Mal für die kommenden Jahre, denn dann sind die anderen Kontinente an der Reihe.
Prag bringt natürlich viele positive Erinnerungen an 2005 zurück, als schon einmal ein INF-Seminar dort stattfand - Erinnerungen an die wunderschöne Stadt, böhmische Kost und Braukunst. Was ist seitdem nicht alles passiert und wie viel weiter sind wir seit damals mit Naginata in Deutschland gekommen…
Der günstige Wechselkurs tat sein übriges, um auch dieses Jahr wieder viele zu überzeugen, unbedingt nach Prag zu reisen. So kamen über 80 Naginataka, insbesondere aus Europa aber auch der eine oder andere Teilnehmer aus den USA, Brasilien oder tatsächlich sogar Japan, das sonst nur die hochgraduierten Lehrkräfte stellt. Unter ihnen waren auch 11 Mitglieder des DNagB durch die vier der fünf deutschen Naginatagruppen in Deutschland vor Ort vertreten waren. Nachdem ich dieses Jahr bei anderen Naginataveranstaltungen im Ausland bereits viermal der einzige Deutsche war, war es nun ein schönes Gefühl, mit einer der größeren Landesdelegationen dabei zu sein.
Leider konnten durch den Konkurs von SkyEurope nicht alle wie geplant anwesend sein. Insbesondere einige unserer französischen Freunde hatten dort ihre Flüge gebucht. Besonders hervor zu heben sind die Besucher aus „naszenten Nationen“, in denen Naginata noch über keine gesetzte Struktur verfügt und die noch keine Mitglieder im INF sind. So gab es bei diesem Seminar Teilnehmer aus Hong Kong, Israel, Finnland, Portugal und Griechenland und es waren mehr Länder denn je vertreten.
Die Besonderheit in diesem Jahr war, dass unsere tschechischen Freunde nun seit 10 Jahren Mitglied in der INF sind und dies zum Anlass nahmen, bei diesem INF-Seminar einen Extratag mit Sonderprogramm anzuhängen. So gab es ein Engi-Turnier, jeweils ein Shiai-Turnier für Männer und für Frauen. Dazu kamen noch Vorführungen der Verbandskata, von Tendôryû und Jikishinkageryû Naginatajutsu durch hochkarätige Vorführende, die teils extra dafür eingeflogen worden waren. Besonders zu erwähnen ist hier die Tachi-Seite der Jikishinkageryû-Vorführung, die von der achtundachtzigjährigen Noda Sensei (Hanshi) ausgeübt wurde.

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Text: Andreas Nicol
Bilder: Ines Klose und Andreas Nicol

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