Operation Iraqi Naginata

Geschrieben von Andreas Nicol am 01.06.2009 um 21:14
Berichte

Ramond D. aus alten Mainzer Tagen beim Polizeisportverein schickt Bilder und Grüße an alle, die ihn kennen. Er ist mitten in seiner zweiten Tour im Zweistromland, wo er 2003 zum ersten Mal war. Der Unterschied zu damals, kurz nach der Niederlage der irakischen Armee, als es großen Optimismus gab, und jetzt, im Aufstand und surge ist sehr groß. Doch so langsam zeichnet sich immer mehr eine Verbesserung der Lage ab.
Irgendwie hat er es geschafft, seine Naginata mit in's Regimentsgepäck zu schmuggeln. Hauptsächlich kämpft er damit gegen die Langeweile. Vermutlich ist er damit der erste Naginataka im Irak, wenn nicht im gesamten arabischen Raum.
Die Trainingsbedingungen sind erwartungsgemäß suboptimal. Insbesondere wenn man an die Halle seiner Kaserne in Deutschland denkt, in der wir manchmal trainiert haben. Vergleichen mit den öffentlichen Hallen, die man typischerweise bei uns antrifft, war die vom Feinsten. Im Irak gehört Sand auf dem Boden erwartungsgemäß zur Normalität. Also eigentlich wie bei uns auch...
Ohne Übungsgruppe wird viel improvisiert. So gibt ein alter LKW-Reifen einen guten Pappkameraden - oder besser gesagt Gummipuppe - ab. Bei Bedarf müssen überraschte Kameraden einspringen. Kamele sind tabu.

Get back sane & in one piece Raymond since it´s us who want to slice you up. Take care and see you next year!

Autor: Andreas Nicol
Bilder: Raymond D.

Nachtrag, 1. Juni 2009: Raymond D. ist wohlbehalten aus dem Irak zurück und erfreut sich nun an solch wunderbaren und lange vermissten Dingen wie deutschem Bier und Regen.

Ein Mann und sein Schatten (Modell 200)

 

Man beachte die innovativen Abstandshilfen für Hasso no Kamae.

 

Klarer Fall von Blau-auf-Blau

 

Ein elastischer Trainingspartner

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