Sayeret Naginata - Naginata im gelobten Land

Geschrieben von Andreas Nicol am 29.08.2010 um 14:46
Berichte

Jerusalem, Juli 2010

Die aktiven Naginataka der Republik trafen bereits 2009 mehrfach auf einen Kämpfer aus Israel, der durch seine Teilnahme an fast jeder größeren europäischen Naginata-Veranstaltung des vergangenen Jahres in Europa auffiel. Tsahal nennt weder Namen noch Einheitszugehörigkeit und so wollen wir es hier auch halten. Nennen wir ihn doch einfach Aureliano.
Nach mehreren Monaten, die er in Berlin lebte und trainierte, ist Aureliano nun zurück in der Heimat. Mit lachendem und weinendem Auge zugleich hieß es Abschied nehmen, denn sein Wirken in der Hauptstadt war nachhaltig positiv und ein längerer Aufenthalt wäre wünschenswert gewesen. Ermutigt durch seine zahlreichen und lehrreichen Begegnungen mit der aktiven Naginataszene in Europa und mit deutscher Unterstützung bei der Materialbeschaffung hat er andererseits nun den Aufbau von Naginata in Israel angepackt.
Wie es allen Pionieren so ergeht, heißt das zunächst das Arrangieren mit unzulässigen Bedingungen wie Training im Freien, fehlende Ausrüstung und Kleidung für Naginata. Mit einer gewissen Nostalgie kann man da selbst zurückblicken (Stichworte aus persönlicher Erinnerung: Auf dem Hausdach in Osaka, im Vorlesungssaal des MPI in Mainz, auf dem Bayerparkplatz in Leverkusen, unter der A4, etc.), aber gleichzeitig auch froh sein, dass diese Zeiten lange vorbei sind. Was das Freilichttraining betrifft, so sollte hier zumindest das sonnige Wetter einen positiven Beitrag leisten.
In erstaunlich kurzer Zeit hat Aureliano bereits eine kleine Gruppe – teilweise im Fallschirmsprung qualifiziert - aufgebaut und ein regelmäßiges Training etabliert. Wer Land und Leute kennt, weiß, dass dabei wehrhaften Aspekten eine starke und greifbare Betonung zuteil wird.
Gutes Gelingen und auf ein Wiedersehen im Herbst!

Text: Andreas Nicol
Bilder: Medinat Jisra'el

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