Rüstungseinsteigerseminar 2009 - Teil 1

Geschrieben von Andreas Nicol am 31.01.2010 um 16:24
Berichte

Mainz, 31. Oktober & 1. November 2009

Am ersten Trainingstag wurde erstmal Gründsätzliches zu den einzelnen Rüstungsteilen gesagt, z.B. wie die Teile heißen, welche Körperstellen sie schützen und wo es dagegen gefährlich werden kann. Für einige frische Bôgu-Besitzer begann das Seminar mit einer Einführung in das Binden der Himo an der Rüstung, damit diese auch hält. Auf einige Details beim Binden muss besondere Rücksicht genommen werden und so kam es wie es kommen musste. Noch bevor man überhaupt die Rüstung anzog sank die Motivation um weiterzumachen, obwohl es klar war das vor dem Vergnügen harte Arbeit kommen würde. Die eigentliche Arbeit kam nämlich nun. Wie zieht man den Bôgu nämlich an? Keine einfache Sache, wenn man alle Rüstungsteile anders binden, knoten und anlegen muss. Eine Überkreuzung vorne, ein Knoten hinten... Nach einiger Verwirrung und etlichem Neubinden war es geschafft. Alle hatten ihre Rüstung angehabt und kämpften sich nun mehr oder weniger durch zu eng anliegende Men, herunterrutschende Dô und andere kleine Hindernisse. Bevor gekämpft wurde, gab es erst noch eine Mittagspause. Beim Rüstung ausziehen und zusammenlegen müssen ebenfalls viele Kleinigkeiten beachtet werden, so dass auch hier eine kleine Einleitung gegeben wurde. Nach der Pause ging es schnell weiter, indem alle ihre Rüstung anzogen und nun die Grundschläge geübt wurden. Egal wie viel Übung man schon hat, sobald man den Bôgu anzieht fängt man praktisch fast wieder von Null an. So wurden am Nachmittag größtenteils grundlegende Happô Buri, Datotsu und Shikake/Ôji Waza geübt. Beim Rüstungseinstieg ist es normal, dass man sehr schnell erschöpft ist, wodurch man schon vorher viel Wasser trinken sollte. Eine längere Zeit in der Rüstung auszuharren sollte deshalb nicht unterschätzt werden. So endete der erste Tag mit sehr viel Theorie zum Anziehen und Wiederholung der Grundschläge.

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Text: Dennis Hielscher
Bilder: Eva Gervers

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